Warum Imagevideos tot sind

Es lebe das Imagevideo 2.0. Aber was ist der Unterschied zum klassischen Imagevideo? Hier verrate ich es.

Serwo Schamutzki

Karegorie:

Imagevideos sind tot!
Es lebe das Imagevideo 2.0

Ganz ehrlich… wann hast Du Dir das letze mal ein klassisches Imagevideo angeschaut.
Ich schätze mal schon lange nicht mehr oder nicht bis zum Ende, da er langweilig war.
Aber woran liegt das?

Die meisten deutschen Unternehmen wollen immer noch ein klassisches Imagevideo.
Es soll Sie gut darstellen lassen und zeigen wie toll sie doch sind, in dem was sie tun und anbieten.
Das ist auch soweit nicht verwerflich. Das große Problem dabei ist aber:

„Wen interessiert das?“

Der Aufbau eines klassischen Imagefilm.

Damit wir verstehen warum ein klassischer Imagefilm, wie es von so vielen Firmen immer noch gewünscht wird, nicht mehr Zeitgemäß ist, müssen wir uns kurz einmal die Struktur eines solchen Videos anschauen.

In der Regel fängt so ein Video mit einer Drohnenaufnahme des Firmengebäudes an und zeigt dem Zuschauer damit, wie groß und beeindruckend die Firma doch ist.

Dann geht es weiter zu den Maschinen oder Büroräumen, die zeigen sollen wie modern man ausgestattet ist und das der Kunde das Beste vom besten bekommt.

Das ganze wird mit den typischen Floskeln wie, innovativ, herausragend, einzigartig, neuste Techniken, Qualität usw., durch Texteinblendungen und gegebenenfalls einer Stimme aus dem Off untermalt.

Zu guter letzt, wird der Chef oder die ganze Besatzung mit einem Gruppenlächeln gezeigt und nochmals betont, dass dieses Unternehmen das Beste ist.

Das ist der grobe Fahrplan eines klassischen Imagefilm.
Klar gibt es da bei manchen auch die ein oder andere kreative Ausschmückung, aber im großen und ganzen halten sich viele Produktionsfirmen an genau diesen Aufbau.

Sie glauben das nicht?
Dann habe ich hier mal ein Beispiel für Sie:

Imagefilm Luisenhof 

oder dieses hier:

OK, aber was ist denn jetzt so schlecht daran, seine Firma so darzustellen?
Generell gesagt: Es geht auch nicht darum etwas schlecht zu machen sondern vielmehr darum, was man besser machen kann um sein Ziel zu erreichen.

Die Frage die sich stellt ist doch eher: 

Was möchtest Du mit dem Video erreichen?

Wir als Kunden gehen nämlich generell davon aus, dass es selbstverständlich ist, das ein Unternehmen weiß was es tut und nur das beste für den Kunden erreichen will. 

Warum sollte mir eine Firma absichtlich schlechte Leistungen verkaufen?

Für den Kunden ist es also nicht relevant das sie der Held sind und sich gut dastehen lassen, indem Du mit Deiner Firma und Deinem Maschinenpark rumflexen, als ob Du mit Deinem Ferrari oder Meybach angeben willst.
Es sollte selbstverständlich sein, dass Du alles daran setzt um in Deinem Branche hervorzustechen und alles dafür gibst um Deinen Kunden glücklich zu machen.

Bei einem Imagevideo geht es darum das Image eines Unternehmen nachhaltig zu verbessern, die Dienstleistungen und Produkte näherzubringen und Werte zu vermitteln.

Wenn man das jetzt so liest, dann fällt man im ersten Moment auf das Prinzip des klassischen Imagefilm wieder zurück.
Wir zeigen dir unser Unternehmen und wie toll wir sind.

Wenn Du heute in der Welt des Social Media und Internet auffallen und Menschen erreichen und gewinnen willst, dann musst Du umdenken und das Ganze neu interpretieren.

Ja, es geht um Dein Unternehmen.
Ja, es geht um Deine Dienstleistung oder Deine Produkte.
Und ja, es geht darum Deine Werte zu vermitteln.

Aber es geht nicht darum Dich direkt in den Mittelpunkt zu stellen.

Sei lieber der Mentor für Deine Kunden.

Nimm Dich sich selbst zurück und lass Deine Kunden als Held dastehen.

Imagefilm neu gedacht.

Was heißt das denn jetzt?
Und was bedeutet das für Dich und Dein Imagevideo?

Stell Dir eine klassische Heldenreise vor.
Diese wird in fast allen Filmen genutzt um ein gutes Storytelling zu erstellen.
Der Held ist in diesem fall Ihr Kunde und steht am Anfang immer vor einem Problem.
Damit er das Problem lösen kann, macht er sich auf den Weg eine Lösung für das Problem zu finden.
Er muss mehrere Aufgaben und Hürden bewältigen um schließlich zum Ziel zu gelangen.
Und jetzt kommst Du als Mentor hinzu.
Denn, damit Dein Kunde seine Aufgaben und Hürden schafft, hat er einen Mentor an seiner Seite, der ihm Lösungswege an die Hand gibt. Diese helfen ihm auf seinem Weg zum Ziel.

Und genau so werden Imagevideos 2.0 aufgebaut.

Es ist also nicht Deine Aufgabe der Held zu sein, sondern den Kunden als Held zu sehen und ihm mit Deinem Angebot als Mentor zur Seite zu stehen.

Schauen wir uns doch mal ein Beispiel an.

Die Firma Schüco hat das mit Ihrem Imagefilm sehr gut gelöst.
Sie haben ein starkes Storytelling genutzt und die Geschichte aus der Sicht von Hausbesitzern, Architekten und Zulieferern erzählt. Das Unternehmen selber nimmt sich zurück und lässt lieber die anderen zu Wort kommen.
Hier wird die Zusammenarbeit in den Mittelpunkt gerückt.
Durch starke Filmaufnahmen von schönen Gebäuden, wo Schüco Fenster und Fassaden genutzt werden, wird die Geschichte so geschickt erzählt, dass der Zuschauer nur subtil was vom Produkt mitbekommt, ohne von der eigentlichen Geschichte abgelenkt zu werden. Man hört die Lösungswege aus der Sicht des Kunden und sieht die Ergebnisse durch die passenden schönen Bilder.

Und genau das muss in einem Video rübergebracht werden.

Erzähle eine Geschichte die den Kunden abholt und er sich dabei bestätigt fühlt.
Er soll nach dem Video das Gefühl haben, genau so will ich das auch… koste es was es wolle. ?

Apple ist ein Meister darin, seine Kunden und deren Freude mit Ihrem Produkt zu verbinden.
Es geht bei Apple immer als erstes um den Nutzer.
Das er sich kreativ ausleben kann und es mit Leichtigkeit umsetzen kann. Das er mit Freunden Freude teilen kann usw. 

Ein Beispiel von vielen Apple Videos, die so aufgemacht sind.

In diesem Apple Video sehen wir eine Alltagssituation, die jedem passieren könnte.
Im Focus steht also ein alltägliches Problem. Die Lösung ist mit Witz und charmant rübergebracht.

Wer kann sich nicht in diese Lage versetzen und es mitfühlen.

Anstatt irgendwelche Fakten und Zahlen über das Produkt zu zeigen, hat sich Apple auf das Problem des Kunden konzentriert. Das Ergebnis ist eine emotionale Bindung.
Ja, das kenne ich!
Welchen neusten Chip das iPhone hat, oder wieviel Speicher es besitzt ist dabei völlig unrelevand.
Auch in anderen Videos von Apple setzen Sie meistens auf Alltagssituationen die wir kennen, oder die wir nachempfinden können.

Es geht immer um den Menschen und deren Probleme.

Merken Sie den Unterschied?

Das schöne an dieser Art von Imagevideo 2.0 ist, dass die Kreativität freien lauf bekommt.
Du kannst es sachlich gestallten, emotional erzählen oder mit Witz und Eigenhumor bestücken.

Und Humor wirkt bekanntlich sehr gut.

Wenn Du Wert darauf legst das Zuschauer Deine Leistung für nützlich erachten, dann hör auf im Mittelpunkt stehen zu wollen, sondern lass Deine Kunden die Helden sein.

Lieben wir nicht alle Gandalf aus „Der Herr der Ringe“, oder Yoda von „Krieg der Sterne“?
Sie sind nicht die Helden im Film, aber ohne sie wäre die Geschichte nicht halb soviel Wert.

Ich könnte jetzt noch viel länger über das Thema philosophieren, aber das würde den Rahmen hier sprängen.

Ich glaube, dass Du das Grundprinzip vom Imagevideo 2.0 jetzt verstanden hast und dadurch noch einmal genauer hinschaust und überlegst wo Dein nächster Imagefilm hingehen soll und was das Ziel ist.

Fazit

Du kannst immer noch einen klassisches Imagevideo in Auftrag geben, dass Dein Unternehmen besser dastehen lässt. In Ausnahmefällen hat es auch noch seine Berechtigung. Aber wenn Du Deine Kunden abholen willst, ist es besser wenn Du eine Lösung an die Hand gibst und Du ihn da abholst wo er steht.
Dadurch erreichst Du nicht nur mehr Aufmerksamkeit, sondern schaffst gleichzeitig mehr vertrauen, da Deine Kunde sehen, das Du ihr Problem kennst und lösen kannst.

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